Die besten Aktien finden und kaufen: Do it yourself

Inhalt

1. Kapitel: Die Herausforderung

1.1. Die besten Aktien finden und kaufen

Hervorragende Aktien zu finden hat so gut wie nichts mit Charttechnik zu tun oder damit, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden, wie sehr viele Leute vermuten.

Auch muss man weder ein Genie sein, noch sich hauptberuflich mit Aktien beschäftigen, um ein erfolreicher Investor zu werden.

Ich habe zwar Betriebswirtschaftslehre studiert und jahrelang in in Banken gearbeitet, doch ich kann Dir sagen, dass mir diese beiden Fakten rein garnichts gebracht haben. Sie sind im Zweifel sogar kontraproduktiv.

1.1.1. Warum bringt ein BWL Studium nichts?

Im Studium wird einem eingebläut, dass Aktienmärkte perfekte Märkte seien, d.h. die Preise stellen zu jedem Zeitpunkt den Wert der Aktie dar. Faktisch gebe es also keine Chance für einen individuellen Investor den Markt zu schlagen und daher sollte man es am besten überhaupt nicht versuchen.

Mark my words: Obwohl dies einer der Grundpfeiler der Kapitalmarkttheorie ist, handelt es sich um den größten Unsinn, den man Student lernen kann.

1.1.2. Warum sind Bänker keine guten Anlageberater?

Der Bankberater oder Fondsmanager wird heute immer noch als primäre Anlaufstelle gesehen, wenn es um Geldanlage geht. Er sieht professionell aus im Anzug und muss Ahnung haben, kann er sich doch mit Titeln wie dem CFA (Chartered Financial Analyst) und anderen Dekorationen schmücken.

Leider ist es jedoch so, dass es kaum ein Fondsmanager schafft, den Markt zu schlagen. Noch schlimmer ist, dass sie damit auch noch haufenweise Geld verdienen und zwar hauptsächlich als feste Rate auf das Geld, was sie für andere anlegen und unabhängig davon, wie gut sie ihren Job machen.

1.1.3. Muss man reich sein, um mit Aktien Geld zu verdienen?

Nach meinem Studium hatte ich vorallem eines: Schulden. Bevor ich überhaupt daran denken konnte, zu sparen oder Geld anzulegen, musste ich erst einmal abbezahlen. Erst in meinen Dreißigern begann ich damit, etwas Geld zur Seite zu legen, zu sparen und anzulegen.

Heute einige Jahre später kann ich von meinen Investitionen leben. Mit jedem weiteren angelegten Euro kam ich meinem Ziel, irgendwann einmal unabhängig von meinem Job zu werden, einen kleinen Schritt näher.

Jeder fängt einmal klein an, aber garnicht erst anzufangen, nur weil man im Moment noch kleine Brötchen backen kann, ist die falsche Einstellung.

1.1.4. Das was wirklich zählt und was Dich zu einem guten Investor machen wird:

  • offen und bereit zu sein, etwas Neues zu lernen
  • niemals aufzugeben, selbst wenn es mal hart wird
  • seinen Verstand unabhängig von den Meinungen anderer zu benutzen
  • bereit sein die eigene Meinung zu überdenken, wenn sie sich als falsch herausstellt
  • sein Ziel mit aller Kraft zu verfolgen

Mehr braucht es nicht. Es ist völlig egal, was Du beruflich machst oder wieviel Geld zu gerade hast. Heute ist der erste Tage vom Rest deines Lebens. Nutze ihn.

1.2. Das Aktien Universum

Weltweit gibt es die schier unglaublich große Anzahl von mehr als 630.000 Aktienunternehmen.

Schlimmer noch: der Großteil von ihnen performt wesentlich schlechter als der Markt mit seinen Durchschnittsrenditen von 8-10% pro Jahr.

Der Durchschnitt erreicht eine Rendite von 228% nach 20 Jahren. Dies sind nur etwa 4% pro Jahr.

1.3. Das Datenbankprinzip

Wie soll man jemals die richtige Aktie finden bei dieser riesigen Auswahl?

Wir sprechen dabei nicht nur von 630.000 Datensätzen, weil hinter jeder einzelnen Aktie ein komplexes Unternehmen mit all seinen Produkten, Gesellschaften, Bilanzen und Zahlen steht.

Keine Sorge! Es gibt eine Lösung.

Als Controller steht man oft vor ähnlichen Problemen. Man wird erschlagen von Daten aus verschiedenen Quellen in unterschiedlichen Formen, die man sammeln, normalisieren, filtern und konzentrieren muss, um sie letztendlich auswerten zu können, um daraus sinnvolle Schlüsse zu ziehen.

Bei sämtlichen Datenproblemen, egal ob es um unternehmensinterne Daten oder Daten zu Aktienunternehmen geht, gilt das gleiche Prinzip. Ein wildes Drauflossuchen führt nicht zum Ziel.

Stattdessen muss man beim Datenwühlen nach Strukturen im Chaos suchen und Kriterien erkennen, mit deren Hilfe man bestimmte relevante Daten auswählen muss.

Damit Du nachvollziehen kannst, wovon ich hier rede, wird dies keine trockene Abhandlung, sondern ich zeige Dir alles anhand von Beispielen.

Du wirst sehen, wie ich als Normalo und Nicht-FondsManager und Nicht-professioneller-Händler Aktien finden kann, die sich vervielfachen.

Und du kannst das auch!

1.4. Meine Reise durch die Wüste der tausend Aktien

Bevor wir gleich zur Sache gehen und uns eines meiner besten Investments in 2019 vornehmen, möchte ich kurz davon erzählen, was ich alles ausprobierte, bevor ich wirklich begann erfolgreich zu werden.

Meine erste Aktie war Bayer und ich dachte:

  • Bayer ist ein Urgestein der deutschen Wirtschaft
  • ein globaler Konzern
  • ein Hersteller von Medikamenten, die immer mehr nachgefragt werden, weil die Bevölkerung altert
  • eine perfekte Wahl

Falsch gedacht. Bayer ist in Wirklichkeit:

  • kein innovativer Konzern
  • kein Plattformunternehmen und nicht besonders skalierbar
  • träge, weil es so groß ist
  • ein Unternehmen mit schrumpfenden Umsätzen und Gewinnen

Ich kaufte und verkaufte Bayer innerhalb von 2 Wochen und war stolz, 6% Gewinn erzielt zu haben.

Dabei habe ich so gut wie alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte, mit Ausnahme, dass ich Bayer wieder verkauft habe.

1.5. Bücher über Bücher

Ich beschloss Bücher zu lesen, um von den größten Investoren aller Zeiten zu lernen: 1, 2, 5, 10, 15, 20 Bücher und mehr.

Mit diesem konzentrierten Wissen der größten Investmentlegenden konnte es jetzt endlich richtig los gehen, stimmts?

Wieder falsch gedacht.

Eigentlich war ich verwirrter als zuvor, denn in jedem dieser Bücher stand etwas anders. Ich sollte:

  • langweilige Aktien kaufen, die niemand haben will (P.Lynch)
  • die heissesten Aktien kaufen und nur investieren, wenn diese neue Hochs erreichen (W.J.O’Neil)
  • konträr investieren und nicht das tun, was die Masse tut (K.Fisher)
  • Aktien kaufen und eine Schlaftablette nehmen (W.Buffet)
  • Value Aktien kaufen (B.Graham)
  • Spinoffs kaufen (J. Greenblatt)
  • Spekulieren (A.Kostolany)
  • Investieren (W.Buffet)
  • Smallcaps kaufen (J.P.O’Shaughnessy)
  • mein Kapital streuen (Presse, Kapitalmarkttheorie) oder konzentrieren (W.Buffet)

Und so weiter, uns so weiter.

Also begann ich all diese Tipps auszuprobieren. Ich kaufte allesmögliche: Banken, Automobilzulieferer, Minenaktien, Hot Stocks, Empfehlungen in Zeitschriften, allesmögliche.

Es ist untertrieben zu sagen, dass die Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren. Mal gewann ich etwas, mal verlor ich. Manche Aktien hielt ich 1 Jahr lang, manche 2 Monate. Am Ende hatte ich Glück, wenn ich bei Null herauskam.

1.6. Theorie alleine reicht nicht

Etwas fehlte. Theorie ist meist logisch durchdacht, funktioniert in der Realität aber leider ziemlich selten.

Ich sah zu, wie manche Aktien in den Himmel stiegen, während meine eigenen sich entweder garnicht bewegten oder verloren.

Nach monatelangem hin und her saß ich frustiert vor meinem PC und beobachtete wie eine Aktie, die ich natürlich wieder mal nicht in meinem depot hatte, schon wieder 10% nach oben stieg und schüttelte ungläubig den Kopf.

Da kam mir eine Idee. Was wäre, wenn ich besser versuchte zu verstehen, warum diese Aktie stieg und alle anderen nicht.

Ich weiss leider heute nicht mehr, um welche Aktie es handelte, aber der springende Punkt war, dass ich anfangen musste, Aktien wirklich zu verfolgen und ihre Reaktionen auf Ereignisse zu testen.

Wie ein Jäger in Afrika reichte es nicht, wenn ich wusste, wie ein Löwe aussah, wie groß und schwer er und wann seine Paarungszeit ist.

Ich musste Löwen hautnah beobachten, um zu verstehen wie sie sich bewegen und welche Motivation sie antreibt.

1.7. Im Scheitern liegt der Schlüssel zum Erfolg

Jede erfolgreiche Forschung ist das Resultat tausender Versuche, die schief gelaufen sind.

Wer immer mir erzählen möchte, dass er als Aktienanleger von der ersten Minute an extrem erfolgreich war, dem glaube ich kein Wort.

Ähnlich wie bei einem guten Bild ist es nicht nur die Farbe, das Material, das Motiv oder die Komposition, die es zu einer Augenweide machen, sondern eben alles zusammen.

Es verging einige Zeit bis ich dies verstand. Diese Zeit war mit vielen Enttäuschungen und auch mit Lehrgeld verbunden, das ich für meine Fehler bezahlen musste.

2. Kapitel: Die Schatzkarte

2.1. Der falsche Ansatz bei der Suche

Viele Menschen gehen bei ihrer Suche nach Aktien einen ähnlichen Weg, den einfachen Weg. Sie suchen nach konkreten Aktientipps in Google oder in Aktienmagazinen, durchsuchen Foren nach dem, was andere gut finden oder hören auf Analystenmeinungen.

Wenn Du es so machst, wie fast alle anderen, ist das Ergebnis vorhersagbar und maximal durchschnittlich.

Wenn man ohne Struktur zufällig irgendwelche Aktien auswählt, kann man mit einer Rendite von durchschnittlich 4% rechnen, wie wir im Schaubild oben gesehen haben.

Uns reichen aber 4% nicht. Wir wollen die bestmögliche Performance erzielen, also eine die um ein vielfaches höher ist als 4%.

2.1.1. Fehler Nr.1: Überteuerte Mainstream Aktien

Der größte Fehler, den man machen kann, ist sich auf die Aktien zu konzentrieren, auf die alle schauen.

Die erste natürliche Reaktion, wenn man nach Aktien suchen will, ist Google anzuwerfen und z.B. nach „die besten Aktien“ zu suchen.

Mit dieser Auswahl suchen wir lediglich nach Aktien, die bereits überteuert sind und damit meist nur noch wenig Potential haben weiter zu steigen, aber ein hohes Potential haben zu korrigieren, sodass wir eventuell Geld verlieren.

Das gleiche gilt übrigens für sämtliche Empfehlungen in Magazinen wie dem Aktionär oder boerse-online, Managermagazin, Focus Money und wie sie alle heissen.

Journalisten schreiben in den meisten Fällen über das, was populär ist, aber nicht über die Aktien, die optimal sind.

2.1.2. Fehler Nr.2: Vernachlässigung des gesamten Aktienuniversums

Der zweite Fehler, den man mit dieser Art der Suche begeht, ist sich unnötigerweise auf wenige Aktien zu beschränken und dabei die anderen tausenden von Aktien zu vernachlässigen.

Schätze sind in den wenigsten Fällen auf einem Altar mitten dort aufgebahrt, wo sie jeder sehen kann. Sie befinden sich viel eher an geheimen Orten, an die kaum jemand denkt.

Suchen wir mit Google oder Magazinen finden wir nur die eventuell 100 Mainstream Kandidaten, aber vernachlässigen alle anderen.

Wir wollen Aktien finden, die fast noch niemand anderes vor uns entdeckt hat.

2.1.3. Fehler Nr.3: Analystenmeinungen

Analysten sind absolute Spezialisten. Sie analysieren jedes Detail eines Unternehmen und das Tag ein Tag aus. Eigentlich sind sie deshalb dazu prädistiniert, die besten Aktien finden zu können

Leider tun sie das aber nicht, wie eine Grafik aus 2016 zeigt.

Faktisch irren sich Analysten bei 50% ihrer Analysen. Da kann man genauso gut eine Münze werfen.

Ausserdem sprechen noch weitere Gründen gegen die Suche nach Aktien basierend auf Analystenmeinungen:

  • Die interessantesten jungen Unternehmen werden meistens nicht von Analysten begleitet.
  • Um ein späteres Reputationsproblem zu vermeiden, geben sie meistens die Mehrheitsmeinung wieder.
  • Analysten tendieren dazu, ihre Meinung schlagartig zu ändern, wenn sich ihre Empfehlung gegensätzlich entwickelt.
  • Analysten geben Kursziele für 12 Monate ab und sind dadurch in ihrer Sichtweise viel zu kurzfristig eingestellt und beschränkt.

2.1.4. Fehler Nr.4: Foren

Die am meisten diskutierte Aktien in Foren sind oft die scheinbar attraktivsten Kaufkandidaten, aber überweigend die schlechteste Wahl.

Wenn die Masse der Leute auf eine Aktie fliegt, ist sie meistens schon überteuert, denn ganz zum Schluss steigen die Leute ein, die durch den steigenden Aktienkurs angezogen wurden, aber am wenigsten Ahnung haben.

Foren sind der Geburtsort von Herdentrieb, Masseneuphorie und Panik. Es kann äußerst gefährlich sein, sich davon anstecken zu lassen.

2.2. Der Weg zum Schatz

Der Weg zum Schatz führt am smaragdgrünen Fluss entlang, vorbei am großen Gorillaschädel, durch das Tal des Todes gelangt man schließlich zu einer uralten Inkastädte. Demjenigen, der allen Gefahren und Fallen trotzt, wird unermesslicher Reichtum zu Teil werden.

Die Jagd nach Schatzaktien hat viel mit der Jagd im Dschungel gemein. Mit der richtigen Karte an der Hand muss man einen Schritt nach dem anderen tun und kommt somit mit jedem Schritt dem finalen Öffnen der Truhe näher.

Zieht man ohne Karte los und rennt in irgendeine Richtung ist man zwar schneller, hat aber nur eine sehr geringe Chance, wirklich fündig zu werden.

Wir gehen den langen, aber strukturierten Weg, der uns mit hoher Wahrscheinlichkeit ans Ziel führen wird.

Unsere Schatzsuche beginnt am Anfang, bei den 630.000 verfügbaren Aktien weltweit.

Schritt für Schritt Aktien werden wir Aktien ausschließen, die nicht unseren Kriterien entsprechen, um letztendlich die besten aus dem verbleibenden Pool herauszupicken.

2.2.1 Schritt 1: Fokussierung auf den amerikanischen Markt

Wir fokussieren uns auf den amerikanischen Markt, weil:

  • er der größte und liquideste der Welt ist (wenn kein Kapital vorhanden ist, kann niemand Aktien kaufen und die Kurse können nicht steigen)
  • es für amerikanische Aktien viele Daten gibt und diese in unserem Screener verfügbar sind (dazu später mehr)
  • dort viele junge stark wachsende Unternehmen gegründet werden und an die Börse gehen
  • relevante asiatische und andere ausländische Aktien dort oft gelistet sind

2.2.2. Schritt 2: Ausschluss von schlechten Aktien mit Hilfe eines Screeners und bestimmter Kriterien

Der erste Anhaltspunkt und entscheidend für die Eingrenzung dieser riesigen Menge von Aktien ist ein sogenannter Aktienscreener.

Das ist eine Onlinedatenbank, mit der man das Aktienuniversum nach bestimmten Kriterien durchsuchen kann.

Mit dem Aktienscreener finviz erhalten wie eine Auswahl von 7836 internationalen Aktien, die amerikanischen Aktienmarkt notiert sind.

Die Kunst beim Umgang mit einem Screener ist es, die richtigen Ausschlusskriterien zu wählen und verschiedene Kriterienkombinationen einzusetzen.

99% aller Aktien fallen auf diesem Weg heraus.

Im nächsten Kapitel gibt es mehr dazu.

2.2.3. Schritt 3: Detailanalyse der verbliebenden Aktien

Die nach dem Screeningprozess verbliebenen Aktien schauen wir uns genauer an in einem zweistufigen Prozess.

1.) Oberflächliche Analyse

Mit Hilfe von Kennzahlen und bestimmten KO Prinzipen sortieren wir weiter aus. Dazu brauchen wir ein paar Minuten pro Aktie.

Auf diesem Weg fällt nochmal ein Großteil der restlichen Aktien weg.

2.) Detailanalyse

Jetzt kommt die eigentliche Kür, die Handauslese. Es gilt die verbleibenden Unternehmen auf Herz und Nieren zu testen, das Geschäftsmodell, die Chancen und Risiken zu verstehen.

Dies ist der aufwendigste Schritt, aber auch derjenige, der es erlaubt, überproportional gute Aktien zu finden.

3. Kapitel: Auswahlkriterien

Je mehr unterschiedliche Investmentbücher man liest, auf umso mehr unterschiedliche Aktienauswahlkriterien stößt man auch, bis man keinen Schimmer mehr hat, wonach man eigentlich suchen soll.

In der Literatur wird für fast jede Art von Unternehmen ein Ast gebrochen. Wenn man richtig argumentiert, kann man so fast für jedes Unternehmen einen Grund zum Kauf finden und unzählige Autoren tun genau das.

Darauf hier im Detail weitereinzugehen, würde den Rahmen sprengen. Ich könnte an dieser Stelle 30 oder mehr unterschiedliche Bücher zitieren und eine Liste reinhängen, aber es ist fraglich, wie zielführend das wäre.

3.1. Value vs. Growth

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Aktien: Value und Growth

Value Aktien: Unternehmen, deren Preis unterhalb des Wertes liegen, oftmals definiert durch ein niedriges KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis = Kurs Aktie/Gewinn pro Aktie)

Growth Aktien: optisch meist teure Aktien mit hohen Wachstumsraten

Für mich haben sich über die Zeit und mit viel Erfahrung ein paar Kriterien herauskristalisiert, die sich als sehr erfolgreich bei der Suche nach guten Aktien herausgestellt haben.

Dabei tendiere ich eher zu Growth als zu Value, wobei es aber auch Aktien gibt, die gleichzeitig Value und Growth Charakteristika aufweisen.

3.2. Quantitativ vs. qualitativ

Desweiteren müssen wir zwischen quantitativen und qualititiven Kriterien unterscheiden:

Quantitativ: solche, die wir mit Zahlen erfassen können z.B. Umsatzwachstum

Qualitativ: solche, die wir nur schwer oder garnicht mit Zahlen messen können, z.B. Managementqualität

Wenn wir gleich zum Screening übergehen, verwenden wir zunächst quantitative Kriterien. In der späteren Detailanalyse sind qualitative Kriterien ebenfalls bedeutend.

3.3. Meine Top Kriterien für eine erfolgreiche Aktienauswahl

Die 8 folgenden Kriterien habe ich nummeriert, um sie in ihrer Bedeutung zu klassifizieren. Nichtsdestotrotz ist es schwierig, eine klare Rangfolge abzubilden, das viele von ihnen gleichbedeutend sind oder nur in Zusammenspiel mit anderen Sinn ergeben.

Einen Teil von Ihnen können wir für unser Screening im nächsten Kapitel verwenden.

Den Rest überprüfen wir im Analysekapitel an einem konkreten Beispiel

3.3.1. Wachstumstärke (quantitativ)

Unternehmen, die nicht wachsen, steigen nicht im Wert und ihr Aktienkurs hat ebenfalls keinen Grund zu steigen, denn warum sollte man in Zukunft für die gleiche unveränderte Sache einen höheren Preis verlangen können?

Die Wachstumsstärke misst man optimalerweise am Wachstum Year over Year (im Vergleich zum Vorjahr) und das über mehrere Jahre. Umso stabiler und höher diese Rate ist, umso besser.

Optimalerweise wachsen Umsätze und Gewinne gleichermaßen. Noch optimaler ist es, wenn Gewinne schneller wachsen als Umsätze, denn dies verdeutlicht die Effizienz des Unternehmens mehr aus seinen Umsätzen machen zu können.

Diese Eigenschaft zur überproportionalen Gewinnsteigerung nennt man die Skalierbarkeit eines Geschäftsmodells.

3.3.2. Managementqualität (teils quantitativ, teils qualitativ)

Ganz entscheidend ist, dass das oberste Management selbst am eigenen Unternehmen beteiligt ist, denn nur so ist sichergestellt, dass langfristiges Denken überwiegt.

Ein Manager, der selbst hoch investiert ist, kann nicht so einfach von einem auf dem anderen Tag aus seinem Unternehmen herauswinden, denn der rapide Verkauf eines Großteils seiner eigenen Aktien würde mit Sicherheit den Rest seines übrigen Aktienvermögens drastisch sinken lassen.

Läuft das Geschäft des Unternehmen schlecht, leidet sein Aktienvermögen genauso wie das der anderen Aktionäre. Er hat also die gleiche Zielsetzung und möchte den Wert des Unternehmens und damit den Aktienkurs so gut es geht steigern.

Manager, die lediglich Angestellte des Unternehmens sind vermeiden Risiken meist lieber. Sie erhalten ihr festes Gehalt und sind durch Golden Parachuts meist sehr gut beim Verlassen des Unternehmens abgesichert. Sie haben nicht die gleiche Motivation, das Unternehmen so gut wie es geht voranzutreiben, weil sie nur sehr bedingt davon profitieren.

3.3.3. Angemessene relative Bewertung (quantitativ)

Das beste Unternehmen ist nicht kaufenswert, wenn sein Preis extrem überteuert ist.

Dabei geht es nicht nur um das begrenzte Gewinnpotential, das damit einhergeht, sondern auch um das höhere Verlustpotential überteuerter Aktien.

Viele Menschen machen den Fehler, nach optisch günstigen Aktien zu suchen, beispielsweise nach solchen mit dem niedrigsten KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnis). Günstig muss aber nicht gleich gut sein.

Die optimale Aktie hat ein möglichst vorteilhaftes Preis-Leistungsverhältnis.

Beispielsweiese ist ein Unternehmen, dass nur mit 10% p.a. wächst und ein KGV von 10 aufweist, in etwa fair bewertet.

Ein Unternehmen, dessen Umsätze mit 100% wachsen und das ein KGV von 100 aufweist, ist ebenfalls fair bewertet und kann möglicherweise sogar unterbewertet sein, wenn es in der Lage ist die Gewinne schneller als die Umsätze zu steigern.

3.3.4. Bruttomarge (quantitativ)

Bruttomarge = (Umsatz – Umsatzkosten) / Umsatz

Diese Marge sagt aus, wieviel % des Umsatzes nach den direkten Umsatzkosten beim Unternehmen hängen bleibt.

Umso höher sie ist, umso besser, denn hohe Margen haben vorallem Unternehmen, die sehr viel Wertschöpfung erzeugen, in dem sie aus wenig viel machen.

Die Produkte solcher Unternehmen sind meistens qualitativ hochwertig und superior im Vergleich zu anderen.

Niedrige Bruttomargen hingegen beschränken die Möglichkeit Gewinne zu erzielen grundlegend, denn vom Bruttogewinn müssen noch viele weitere Kosten abgezogen werden. Zieht man von wenig noch mehr ab, kommt am Ende kaum noch etwas heraus.

3.3.5. Cashbestand und Cashflow (quantitativ)

Cash ist das Lebenselixier eines jeden Unternehmens, ohne das ein Unternehmen nicht überleben kann.

Am besten sind solche Unternehmen, die:

  • hohe Cashreseven haben und für lange Zeit nicht auf externes Geld angewiesen sind
  • selbst hohe positive Cashflows erwirtschaften und damit den Betrieb ohne externe Finanzierung am laufen halten können und ausreichend Geld haben, um in die Zukunft zu investieren

Solche Unternehmen, aus denen mehr Geld herausfließt als reinfließt, kommen früher oder später in die Bredouille, sich Kapital beschaffen zu müssen.

Oft sammelt das Unternehmen hierfür Geld durch Kapitalerhöhungen am Aktienmarkt ein, also verkauft weitere Aktien auf Kosten der bestehenden Aktionäre, deren Anteilsscheine dadurch weniger wert werden.

Kapitalerhöhungen führen in den meisten Fällen zu Kurseinbrüchen bei Aktien. Muss ein Unternehmen sich regelmäßig Geld beschaffen, fressen diese Verwässerungen möglicherweise die Aktienkursgewinne auf.

3.3.6. Marktpotential und Marktwachstumsgeschwindigkeit (quantitativ und qualitativ)

Marktpotential ist die Grundvoraussetzung für zukünftiges Wachstum. Es beschreibt das Gesamtpotential eines Unternehmens, Umsätze zu erzeugen. Wenn z.B. ein Unternehmen ein Spezialprodukt vertreibt, was auch in Zukunft nur wenige Menschen kaufen wollen, ist das Umsatzpotential von Anfang an begrenzt.

Die Marktwachstumsgeschwindigkeit ist ein zweiseitiges Schwert. Auf der einen Seite können Unternehmen in stark wachsenden Märkten ebenfalls schneller wachsen als in langsam wachsenden.

Auf der anderen Seite ziehen schnell wachsenden Märkte viele Konkurrenten an. Um nicht Marktanteile an Konkurrenten zu verlieren, spielen deshalb Produktqualität und Innovationskraft eine entscheidende Rolle für erfolgreiche Unternehmen in Wachstumsmärkten.

Eine hohe Bruttomarge in Kombination mit hohen Wachstumsraten sind implizit Anzeichen für erfolgreiche Spieler in Wachstumsmärkten.

3.3.7. Etwas Neues/Katalysator (qualitativ)

Oft ist es eine Veränderung des Status Quo, die einer Aktie Auftrieb verleiht und zu Käufen anregt.

Etwas Neues, ein neues Produkt, ein neues Management, eine Veränderung im Markt können Katalysatoren sein, welche die Aufmerksamkeit der Investoren auf eine Aktie lenkt.

Ein Unternehmen, dass mit etwas Neuem aufwarten kann ist solchen vorzuziehen, die es nicht können.

3.3.8. Momentum (quantitativ)

Trendfolgestrategien funktionieren meistens sehr gut, denn an der Börse gilt „the trend is your friend“.

Hat man einmal eine gute Aktie gefunden, die steigt, sollte man sich von höheren Kursen nicht abschrecken lassen und zu frühzeitig verkaufen.

Momentum ist das Salz in der Suppe, denn steigende Kurse ziehen meist weitere Käufer an.

Auch gibt es bei höheren Kursen immer weniger Investoren, die sich im Verlust befinden, weil sie zu höheren Kursen eingesteigen waren. Der Verkaufsdruck nimmt daher ab. Höchstkurse können deshalb gute Einstiegskurse sein, weil niemand mehr im Verlust befindet und aus diesem Grund verkaufen möchte.

3.4. No Go Kriterien

Ebenso wichtig wie Kriterien zu finden, die gute Unternehmen ausmachen, ist es konträre Kriterien zu kennen, mit denen man schlechte Unternehmen ausschließen kann.

Der effizienteste Weg, um die besten Unternehmen zu finden, ist nicht zuerst nach den guten zu suchen in der Unmenge an Aktien, sondern die viel zahlreicheren schlechten herauszufiltern.

3.5. KO Kriterien, die zu einem sofortigen Ausschluss führen:

1.) kein Wachstum

2.) keine Beteiligung des Managements am Unternehmen

3.) hohe längerfristige Verluste

4.) hoher langfristig negativer Cashflow

5.) stark schwankenden Umsätze und Gewinne

6.) nur anorganisches Wachstum

7.) ein hoher Goodwill im Verhältnis zu Gesamtassets

8.) eine exorbitante Bewertung im Verhältnis zum Wachstum

9.) Ausschluss bestimmter Branchen wie Biotechnologie, Förderunternehmen, Industrieunternehmen

4. Kapitel: Screening

4.1. finviz – der beste Aktienscreener

Screener sind nichts anderes als eine Maske zum Filtern einer großen Datenbank.

Es gibt im Internet eine riesige Auswahl von Screenern, kostenlose und kostenpflichtige. Welchen Du am Ende verwendet, ist Dir überlassen.

Ich selbst finde den Screener wie finviz am übersichtlichsten und finde damit meine Aktien.

Gehe dazu auf finviz.com und wähle Screener.

Die kostenlose Variante lässt einen das gesamte amerikanische Aktienuniversum nach 65 möglichen Kriterien filtern.

Die kostenpflichtige Version erweitert die Möglichkeiten noch einmal deutlich, indem man in den Filtern bestimmte Werte eingeben kann, was die Suche teilweise sehr erleichtert. Außerdem lässt sich eine Liste in Excel herunterladen und dort komfortabel filtern.

Da ich finviz selbst viel nutze, lohnt sich die kostenpflichtige Variante für mich.

Im folgenden werde ich jedoch die Suche nach Aktien anhand der kostenlosen Version darstellen

Die Kriterien gliedern sich in drei Kategorien

1.) Descriptive: z.B. Marktkapitalisierung, Industrie, Country etc.

2.) Fundamental: Quantitative Kriterien wie z.B. Wachstumsraten, Margen, etc.

–> primärer Suchfilter für uns

3.) Technical: z.B. Performance, Durchschnittswerte

4.2. Filterkriterien

Im letzten Kapitel hatten wir Kriterien definiert, die uns bei der Eingrenzung des Aktienuniversums helfen sollen.

Die Herausforderung bei der Benutzung eines Screeners ist, dass wir dort nicht alle definierten Kriterien zum filtern verwenden können.

Dafür gibt es zwei Gründe:

1.) Screenerdaten sind zeitpunktbezogen. Ein Filter kann zu einem Ausschluss führen, weil bestimmte Kriterien zeitweise nicht erfüllt werden

2.) Screenerdaten sind oft unvollständig. Sind keine Daten vorhanden, kann der Ausschluss einer Aktie erfolgen, obwohl diese das Kriterium erfüllt.

Zu diesen beiden Punkten erfährst du mehr am Ende des Kapitels. Zum Screening verwenden wir daher nur ausgewählte Kriterien.

Am konsistentesten im Zeitverlauf sind meist Wachstumsraten und Margen.

4.2.1. Wachstum

Um zu sehen, welche Unternehmen in den letzten 5 Jahren ihren Umsatz steigern konnten, könnten wir nun z.B. „sales growth past 5 years“ filtern.

Das hätte allerdings den Nachteil, dass wir nur nach solche Aktien filtern würden, die bereits länger als 5 Jahre existieren.

Wir jedoch suchen nach jungen, aufstrebenden Unternehmen mit starken Wachstumsraten.

Was wir wollen, ist ein starker Ansteig des EPS (Earnings per share), also des Gewinns pro Aktie und zwar von mindestens 30% (Over 30%).

Filtern wir danach, verbleiben noch #1719 Aktien.

4.2.2. Bruttomarge

Als nächstes ist uns besonders wichtig, dass das Unternehmen eine hohe Bruttomarge aufweist. Wir filtern nach Gross Margin > 60%.

Als Resultat erhalten wie nun nur noch #375 Aktien.

4.2.3. Keine Verluste

Dann verbleibt noch, Unternehmen auszuschließen, die Verluste machen. Dies könnten wir erreichen, indem wir die Gewinnmarge (Net Profit Margin) als > 0 angeben.

Vorsicht ist an dieser Stelle jedoch geboten. Unternehmen, die gerade die Gewinnschwelle berühren, können bei diesem Filter leicht unten durchfallen. Auch sind Screener immer zeitpunktbezogen, sodass ein Schwanken um die Gewinnschwelle herum zu einem Ausschluss führen kann.

Wir setzen daher diesen Filter nicht.

4.2.4. Ausschluss von bestimmten Branchen

Die Liste enthält nun noch 375 Positionen. Es gibt noch viele weitere Filter, die wir setzen könnten, doch mit jedem weiteren laufen wir Gefahr Unternehmen auszuschließen, die zwar unser Kriterium erfüllen, aber deren Datenbasis unvollständig ist (dazu mehr am Ende diesen Kapitels).

Stattdessen schließen wir Unternehmen aus, die zu bestimmten Branchen gehören, welche wir generell als keine guten Investments ansehen.

An dieser Stelle müssen wir Stück für Stück durch die Liste durchgehen. Hier kommen die Vorteile der Bezahlversion von finviz zum tragen, mit der wir per „custom filter“ bestimmte Industrien ausschließen könnten oder dies mit Excel machen könnten.

Ölförderunternehmen

Generell sind Unternehmen, die stark von Rohstoffpreisen abhängig sind, keine gute Investments, denn egal wie gut das Management auch ist, so kann ein sinkender Rohstoffpreis immer einen Strich durch die Rechnung machen.

Rohstoffpreise sind völlig unvorhersagbar. Der Ölpreis wird beispielsweise durch konjunkturelle Einflüsse, Konflikte ölproduzierender Länder oder politische Entscheidungen wie die der Opec unvorhersagbar beeinflusst.

Biotechnologie Unternehmen

Wer richtig Roulette spielen will, kauft Biotech. Von tausenden Unternehmen, die sich in diesem Bereich tummeln, ist nur ein sehr kleiner Anteil wirklich irgendwann erfolgreich. Der Erfolg von bestimmten Patenten ist absolut unvorhersagbar, speziell für Laien, zu denen ich mich selbst zähle.

Hinzu kommt noch, dass sich Biotech Unternehmen sehr schwer bewerten lassen, weil sie i.d.R. über sehr lange Zeiträume nur sehr geringe Umsätze und gleichzeitig Verluste erzielen. Erst wenn die Produkte und Behandlungen marktreif werden, was unter Umständen Jahre dauern kann, können sie Gewinne realisieren.

4.3. Quickcheck der verbleibenden 375 Unternehmen

Um uns diese 375 Aktien genauer anzusehen, können wir in finviz auf Snapshot umschalten, oder in den anderen Tabs nach bestimmten Kriterien sortieren.

Die Snapshot Sicht ermöglicht uns einen zusammenfassenden Blick auf die einzelnen Aktien.

Wenn wir Stück für Stück durch die Liste scrollen, fallen uns neben den vielen nicht in Frage kommenden Unternehmen wie Ölproduzenten oder Biotech, auch viele bekannte Namen wie Adobe, Activision Blizzard, Salesforce etc. ins Auge.

Dies sind zweifelsohne gute Unternehmen mit hohen Wachstumsraten und Margen, allerdings wollen wir etwas Außergewöhnliches finden.

4.4. Seeking Alpha – die beste Datenbank für amerikanische Aktien

An dieser Stelle brauchen wir mehr Informationen. Die beste Quelle, die ich kenne, ist Seeking Alpha.

Dort gibt es nicht nur vollständige GuV und Bilanz über alle Jahre und Quartale, sondern auch unzählige ausführliche Analysen zu allen möglichen Aktien.

Beides sind Dinge, die ich bisher auf keiner anderen Webseite entdecken konnte.

Wenn wir nun mehr über eine Aktie in Erfahrung bringen wollen, die wir auf finviz gefunden haben, wechseln wir auf Seeking Alpha und schauen und die relevanten Kennzahlen im Detail an.

Ich habe vor langer Zeit meine Zeitungsabos von Handelsblatt, FAZ oder börse-online zugunsten eines Seeking Alphas aufgegeben und es bis heute nicht bereut.

4.5. Screener Tipps

Die größte Herausforderung beim Filtern ist die teilweise Unvollständigkeit der Daten und der Zeitpunktbezug.

4.5.1. Tipp Nr.1: Vorsicht vor zu vielen Filtern

Es ist nicht damit getan, möglichst viele Kriterien zu setzen und die Auswahl zu beäugen, sondern am besten man probiert herum und sucht mit verschiedenen Kriterienkombinationen.

Beispiel: filtert man nach starkem Umsatz und Gewinnwachstum QoQ (von einem Quarter zum anderen) und YoY (das letzte Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal) erhält man folgende Auswahl.

Wenn wir in der Ergebnisübersicht den Tab „Ownership“ wählen, der uns zeigt wieviel Unternehmensinsider am Unternehmen besitzen (eines unserer Kernkriterien), erkennen wir einige „-“ Positionen.

Man könnte schließen, dass diese Aktien keine Insiderpositionen haben, stimmt aber nicht.

Mit INMD und GSX sehen wir zwei Unternehmen, bei denen sogar die Mehrheit des Unternehmens bei den CEOs und Gründern liegt.

Die Daten sind also unvollständig!

Zu dieser Schlussfolgerung könnte man kommen, wenn man bereits tief in die Analyse dieser beiden Unternehmen eingestiegen wäre.

Wenn wir bei Insider Ownership einen Filter von > 10% setzen, fliegen mit Sicherheit auch Unternehmen heraus, die sehr wohl über hohe Insideranteile verfügen.

Fazit: Besser weniger Kriterien verwenden und vorsichtig einen Filter nach dem anderen hinzufügen und prüfen, welche Aktien herausgefallen sind.

4.5.2. Tipp Nr.2: Auf den Zeitraum achten

Dies gilt insbesondere für junge Unternehmen, die erst seit kurzem am Aktienmarkt notiert sind.

Filtert man z.B nach Performance 2 – Year, fallen alle Aktien raus, die kürzer als ein Jahr notiert sind.

Vorsicht muss man auch walten lassen, wenn man nach Wachstum filtert. Es ist völlig normal, dass die Ergebnisse über Quartale schwanken.

Die meisten Unternehmen, selbst die nicht konjunktursensiblen Werte, haben oftmals saisonale Schwankungen, die dazu führen, dass jedes Jahr bestimmte Quartale besser verlaufen als andere.

Oft fallen Kosten in einem Quartal kumuliert an, die Umsätze erreichen das Unternehmen aber erst Monate später oder das Produkt selbst wird saisonal verkauft wie beispielsweise im Bildungssektor.

Aus diesen Gründen muss man insbesondere beim QoQ Wachstum sehr vorsichtig sein.

5. Kapitel: Analyse

Wir sind nun Stück für Stück durch die einzelnen Positionen in finviz gegangen und haben die meisten Aktien ausgeschlossen, weil sie die KO Kriterien nicht überstanden haben.

Nur sehr wenige Unternehmen bleiben übrig, bei denen sich eine weitere detaillierte Analyse lohnt. Adobe oder Salesforce sind zwar gute Wachstumsunternehmen, aber für mich nicht außergewöhnlich genug.

Wir wollen einen unentdeckten Schatz finden, der nicht um 20% p.a. steigt sondern um 100% oder mehr.

Zwei dieser Unternehmen, auf die ich bei meiner Suche stieß, sind GSX Techedu (Artikel hier) und InMode (INMD).

5.1. InMode:

InMode fiel mir auf, weil es erst wenige Tage zuvor sein IPO Deput an der amerikanischen Börse gefeiert hatte und weil es beeindruckende Zahlen aufweisen konnte.

Gewöhnlich bin ich bei IPOs sehr zurückhaltend, weil sie meistens sehr teuer die Börse gehen (IPO = it’s probably overpriced). Das Unternehmen möchte natürlich so viel wie möglich aus dem Börsengang herausholen genauso wie die Banken, die es promoten.

Doch bei InMode glänzten die Zahlen heller als bei den meisten anderen Aktien.

Auf Seeking Alpha fand ich zu diesem Zeitpunkt nur den IPO Prospectus, eine Art Verkaufsprospekt, den allen neuen IPOs vorlegen müssen und der sämtliche relevanten Fakten für mögliche Investoren enthält, meist aber 200 Seiten und mehr umfassen kann.

5.2. Was macht InMode?

InMode stellt Apparaturen her, mit denen man Schönheitseingriffe vornehmen kann, wie beispielsweise die Entfernung von Narben oder die Reduzierung von Falten.

Hier eine Präsentation über InMode.

Ich selbst habe mit solchen Dingen nicht viel am Hut und habe daher keine direkte Kundenerfahrung.

Allerdings weiß ich, dass der Markt für Schönheitseingriffe stark wächst. In Deutschland haben wir mit den M1 Kliniken ebenfalls ein erfolgreiches Unternehmen in diesem Bereich.

Was ich jedoch sehr überzeugend fand, waren die recht simple Struktur der Geräte und das Feedback, das man im Netz zu ihnen lesen konnte.

5.3. Prospectus Notizen

Schon seit längerem führe ich ein Aktientagebuch, in dem ich viele mir zum allgemeinen Marktgeschehen, aber insbesondere zu interessanten Aktien Notizen mache.

Meine ursprünglichen Notizen zu InMode findest Du auf den folgenden Bildern.

5.4. Auswahlkriterien InMode

5.4.1. Wachstumsstärke

Revenue: 30,5m USD (+46% YoY)

Net income: 10,2mio (+59% YoY)

Umsatz und Gewinn wuchsen rasant und das nicht nur im ersten Quartal, sondern noch stärker im Jahr 2018 (Revenue +87%, Net Income +154%).

5.4.2. Management Qualität

Das Management hatte es geschafft innerhalb kurzer Zeit, ein neues Produkt an den Markt zu bringen und damit sehr hohe Margen und Wachstumsraten zu erzielen.

Zudem ist der CEO von Mehrheitseigentümer mit einem Aktienanteil.

Wichtig im Zusammenhang eines IPOs ist, dass in den meisten Fällen eine sogenannte Lock-up Frist vereinbart wird. Dies ist eine vertragliche Vereinbarung, nach welcher sich die größten Aktionäre dazu verpflichten, für eine gewisse Zeit lang nach dem IPO keine Aktien zu verkaufen.

Gewöhnlich ist diese Periode, wie in diesem Fall auch, 180 Tage lang.

5.4.3. Relative Bewertung

Kurz nach dem IPO wurde InMode mit rund 450 Millionen USD (14 USD/Aktie x Anzahl der Aktien) bewertet.

Im Prospektus war neben dem ersten Quartal auch noch ein Forecast zum zweiten Quartal angegeben.

Ich schätzte, dass nach den ersten beiden Quartalen vermutlich Gesamtjahresumsätze für 2019 von 150 Millionen USD realistisch sein würden und InMode dank der sehr hohen Margen in der Lage wäre, rund 41% der Umsätze in Gewinne zu transformieren, also etwa 60 Millionen USD.

Somit wurde InMode also mit einem P/S Ratio von 3 bewertet und mit einem P/E Ratio (KGV) von 7-8.

Ziemlich günstig für ein Unternehmen, dass es aktuell schafft seine Umsätze und Gewinne um 50% zu steigern, oder?

5.4.4. Bruttomarge

Beeindruckend fand ich auch die sehr hohe Gross Margin (86%).

Selbst die besten und am höchsten bewerteten Software Unternehmen schaffen meist nur Margen von 70%.

Unternehmen, die solche Margen erzielen können, habe meist qualitativ sehr hochwertige Produkte, für die sie sehr hohe Preise verlangen können.

5.4.5. Cashbestand und Cashflow

InMode hatte durch den Börsengang 70mio USD an Kapital eingesammelt, hatte nun also ausreichend Cash zur Verfügung um den Geschäftsbetrieb zu sichern und weitere Wachstumsinvestitionen ui tätigen.

Auch erzeugt InMode selbständig positive operative Cashflows Q1 +2,7mio USD, 2018: +37mio USD, 2017 +15mio USD) und läuft nicht Gefahr, das Cashdepot aufzubrauchen.

Mit diesen Zahlen bestand keinerlei Gefahr eines Liquiditätsmangels oder der Notwendigkeit Investitionen einzuschränken.

5.4.6. Marktpotential

Das Marktpotential im Bereich von Schönheitsapparaturen wächst seit vielen Jahren und der Trend hält an. Schönheitsoptimierung hat nachwievor einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und Menschen sind bereit mehr und mehr dafür auszugeben.

Das Problem bei solchen Apparaturen, wie sie von InMode hergestellt werden ist, dass sich der Trend zu alternativen Modulen ändern kann. Es sind eher Modeprodukte.

5.4.7. Etwas Neues

InMode produzierte nicht nur brandneue Produkte, sondern war durch das IPO selbst brandneu.

Außerdem wurden im Prospectus bereits die weitere Expansion in andere Märkte wie Europa oder Asien angekündigt und weitere neue Produkte wurden in Aussicht gestellt.

5.4.8. Momentum

Kurz nach dem IPO gab es keinen Trend und auch kein Momentum, was die Aktienentwicklung hätte hätte positiv beeinflussen können.

Allerdings war der Kurs auch nicht stark gefallen, sodass Verkaufsdruck den Investoren, die am IPO teilgenommen hatten, ebenfalls unwahrscheinlich erschien.

5.5. Was fast alle anderen übersahen

Die Kirsche auf der Sahne kommt aber erst noch.

Ich hatte eben bereits angesprochen, dass InMode im Prospectus nicht nur das Q1 darstellte, sondern fast belanglos mitten im Text bereits den Forecast für Q2 auswies. Solch ein Forecast ist eher ungewöhnlich für einen Prospectus meiner Erfahrung nach.

Wer den Prospectus nicht im Detail durchgeblättert hatte, konnte dies nicht wissen, denn das Q2 war noch nicht offiziell verkündet worden. Trotzdem war im August das Q2 bereits abgeschlossen, sodass eine hohe Sicherheit bestand, dass die Zahlen wie erwartet durchkommen würden.

Während meiner Analyse wunderte ich mich bereits darüber, dass die Aktie trotz der starken Zahlen und der günstigen Bewertung noch nicht nach oben geschossen war.

Q2 Forecast:

  • Revenue +55% YoY
  • Gewinn +107% YoY
  • Gross Margin konnte noch weiter auf 87% gesteigert werden

Nun wurde mir klar, dass kaum jemand den Prospectus gelesen haben konnte und den starken Q2 Forecast kannte.

Sobald diese Zahlen veröffentlich würden, schlussfolgerte ich, könnte es zu einem extremen Anstieg im Aktienpreis kommen.

5.6. Die Risiken

Zunehmend realisierte ich, dass ich hier eine einmalige Gelegenheit vor mir hatte. Trotzdem hegte ich Zweifel, denn dies alles klang fast zu gut um wahr zu sein. So begann ich nach dem Haken zu suchen.

Man darf sich von zu guten Zahlen und Bewertungen nicht blenden lassen, ohne Risiken und Hintergründe zu überprüfen.

Also las ich mehr über den Gründer von InMode, Moshe Mizrahy. Dieser hatte zuvor bereits ein anderes Schönheitsunternehmen gegründet und auch an die Börse gebracht. Es lag nahe, sich dieses Unternehmen namens Syneron ebenfalls genauer anzusehen.

Syneron (ELOS) hatte 2004 seinen Börsengang absolviert. Im Anschluss an das IPO zu 12$ hatte sich der Kurs von Syneron innerhalb kurzer Zeit vervielfacht, getrieben durch hohe Wachstumsraten und eine günstige Bewertung ähnlich wie bei InMode.

Was mir negativ aufstieß, war die weitere Entwicklung nach dem anfänglichen steilen Aufstieg.

Wie Du auf dem Graph sehen kannst, war Syneron nur vom IPO bis in das Jahr 2005 hinein eine gute Investition, verlor diese Gewinne jedoch Stück für Stück in den Jahren danach wieder.

Die wesentlichen Ursachen für diese schlechte Performance waren sinkende Wachstumsraten und verfehlte Prognosen,welche beide Gift für den Kurs eines Wachstumsunternehmens sind.

Synerons Geschichte endete nach 13 Jahren im Jahr 2017 mit einer Übernahme durch Apax zu einem Preis von 11$, also 1$ unterhalb des ursprünglichen IPO Preises.

Syneron war kein gutes Investment für eine Buy and Hold Strategie, aber ein fantastisches Investment in den Jahren von 2004 bis 2005.

5.7. Was ich aus dem Fall Syneron für InMode lernte

Neue Schönheitsapparaturen sind meist für einige Zeit hipp. Genau wie die Jugendlichkeit, die sie versprechen, sind sie schön, solange sie jung sind. Es ist wie bei Mode, welches ein Teilwort von InMode ist.

Etwas neues Populäres wollen alle haben und zwar genau solange an, bis es etwas Interessanteres gibt.

Vor allem wohlhabende und reiche Leute sind bereit, sehr viel für Schönheit und Jugendlichkeit auszugeben. Das ist auch der Grund, weshalb InMode so hohe Preise für seine Apparaturen verlangen kann. Die Ärzte, die diese Apparaturen kaufen und ihre Patienten damit behandeln, können diese Preise problemlos an ihre Kunden weitergeben.

Wenn InMode gut laufen sollte und einen ähnlichen Weg wie Syneron nehmen würde, war jetzt der beste Zeitpunkt zum Einstieg gekommen, bevor sich möglicherweise die gesamte Wall Street auf die Aktie stürzten würde.

5.8. Kauf oder kein Kauf?

Nach reichlicher Analyse und Überlegung folgerte ich, dass die Chancen die Risiken bei weitem überragten, insbesondere weil die Q2 Zahlen bereits mit hoher Sicherheit feststanden und der breite Markt sie noch nicht kannte.

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hatte der Markt die sehr hohen Wachstumsraten und verhältnismäßig sehr günstige Bewertung übersehen.

Mir war bewusst, dass ich mit InMode kein Unternehmen vor mir hatte, dass man für die Ewigkeit kaufen und halten konnte, aber bei welchem Unternehmen ist das heute eigentlich noch so.

Mit der Veröffentlichung der Q2 Zahlen bestand eine sehr gute Chance, dass der Markt InMode Beachtung schenken würde.

Kaum ein Anleger würde hinterfragen, was die eigentlichen Hintergründe dieses IPOs waren und kaum jemand würde sich an Syneron erinnern.

Investoren würden sich blind auf die Zahlen konzentrieren und genau das war mein Vorteil.

5.9. Im Auge des Sturms

Also kaufte ich InMode am 13.08.19 zu 14, USD und setzte eine weitere Stop Buy Order leicht darüber für den Fall, dass die Aktie nach den Zahlen ausbrechen sollte.

Meine Erwartung war, dass InMode in den ersten Monaten, zumindest bis zum Ende der Lockup Frist stark ansteigen könnte.

Dann kam die Bekanntgabe der Zahlen und was passierte: Nichts!

Wie im Auge des Tornados herrschte absolute Windstille. InMode befand sich in der kurzen ruhigen Phase, bevor der Sturm mit all seiner Gewalt zuschlagen sollte.

Schon einen Tag später war es soweit und InMode legte sofort um 16% unter zu unter hohen Volumina.

Dieser Volumenanstieg verdeutlichte mir das neu gewonnene Interesse seitens der Investoren und ich nahm an, dass dies erst der Anfang war, denn selbst nach diesem rabiaten Anstieg war die Aktie noch extrem günstig.

Ich wollte mich nicht mit 16% zufrieden geben, sondern ich wollte mein Geld mindestens verdoppeln. Also nutze ich die Gelegenheit und vergrößerte meine Position nochmals.

Ich hatte nichts zu verlieren, weil ich bereits deutlich im Plus war, aber umso mehr zu gewinnen.

In den folgenden Tagen und Wochen wurde der Kursausbruch weiter vorangetrieben, nur unterbrochen zur kurze, aber teilweise heftige Korrekturen. Immer mehr Investoren stürzten sich auf die Aktie und trieben sie weiter nach oben.

Während dieser Zeit und speziell während der Kurskorrekturen musste ich fokussiert bleiben und durfte mich nicht durch die hohe Volatilität verunsichern lassen.

5.10. Wellen reiten mit vollen Segeln

Drei Monate nach dem Kauf meiner ersten Position zu 14 USD stand der Kurs bereits bei bis zu 59 USD und war damit um sagenhafte 300% angestiegen.

Ich habe nicht zum Höchstkurs bei 59 USD verkauft, sondern zu bei 45 USD.

Zuvor hatte ich bei größeren Tagesschwankungen immer mal wieder Teilgewinne mitgenommen oder an schwächeren Tagen meine Position wieder aufgestockt.

Nichtsdestotrotz konnte ich mit InMode innerhalb von etwa 3 Monaten über 200% auf mein eingesetztes Kapital verdienen.

Außerdem hatte ich es geschafft eine materielle Position in die steigenden Kurse aufzubauen, die zu Beginn 20% meines Kapitals ausmachte.

5.11. Ist InMode immer noch kaufenswert?

Der große Anstieg für InMode ist meines Erachtens vorbei. Es ist durchaus möglich, dass die Aktie noch weiter steigt. Weitere 300% halte ich aber für sehr unwahrscheinlich, auch weil InMode zum jetzigen Kurs kein solches Schnäppchen mehr ist wie zum Zeitpunkt des IPOs.

Im Hinterkopf habe dabei ich immer noch die Entwicklung von Syneron und InMode muss erst beweisen, dass es auch langfristig wachsen kann und erfolgreich sein wird.

Das bleibt abzuwarten. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich eher davon aus, dass wir ein zweites Syneron vor uns haben.

6. Kapitel: Fazit

Über Gelegenheiten wie bei InMode stolpert man sicherlich nicht jeden Tag, aber es gibt sie immer wieder.

6.1. Die folgenden Punkte waren entscheidend für diesen Erfolg:

  1. Kein Kauf aufgrund eines Aktientipps
  2. Erfolgreiche Eingrenzung des Aktienuniversums mit den richtigen Kriterien, um wachstumsstarke und günstige Unternehmen zu finden
  3. Ausführliche fundamentale Analyse
  4. Finden von Informationen, die der Markt übersehen hat oder in ihrer Bedeutung anders einschätzt
  5. Kauf einer materiellen Position. Mit einer Investition von 2% oder 5% wäre dies zwar ein netter Erfolg gewesen, doch richtig viel Geld konnte ich nur verdienen, indem ich selbstbewusst genügend Geld investierte (aber auch nicht alles riskierte)
  6. Ausbau der Position, wenn man bereits im Gewinn ist
  7. Halten der Position trotz bereits hoher Gewinne und teilweise Gewinnmitnahmen
  8. Verkauf erst nachdem die Aktie zu teuer erscheint

6.2. Schlusswort

Ich hoffe sehr, dass dieses Beispiel gezeigt hat, welche Kraft in Aktien stecken kann und dass es zwar Arbeit erfordert, aber jeder Kleininvestor in der Lage ist, außergewöhnliche Gewinne zu erzielen, wenn er nur weiß, wonach er suchen muss.

Aktien sind ein Wagnis, aber wenn man es richtig macht, ein sehr wohl kalkuliertes.

Für mich sind Aktienkäufe statistisch kalkulierbare Wetten. Man kann gewinnen oder verlieren, aber durch die richtige Analyse erhöht man seine Chancen zu gewinnen deutlich.

Ganz entscheidend ist auch: wenn man gewinnt, dann muss man groß gewinnen, wenn man verliert, dann muss man seinen Verlust begrenzen.

Anstatt der unbedarfte Kasinospieler zu sein, der auf gut Glück spielt, muss man zur Bank selbst werden und das Spiel dominieren durch vorteilhafte Chance/Risiko Wetten.

Wer sein Geld auf mehrere solcher Wetten verteilt, hat überragende Chance sein Geld über mehrere Jahre zu vervielfachen.

Diese Erkenntnisse haben mein Leben verändert und ich hoffe, Dir geht es ähnlich.

Dieser Guide hat in erster Linie die Suche nach Aktien thematisiert. Zum Aktienhandel gehört aber noch einiges mehr. Deshalb plane ich bereits einen weiteren Guide zu schreiben, in dem es um folgendes gehen wird:

  • wie gehe ich mit meinem Emotionen beim Aktienkauf um
  • wie handele ich in welcher Situation am besten
  • wieviel von einer Aktie sollte ich kaufen und wann und wie sollte ich verkaufen
  • wieviele Aktien brauche ich in meinem Depot und wie diversifiziere ich richtig

Ich freue mich auf eure Kommentare und euer Feedback.

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Responses

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  1. Xièxiè = danke für deine wertvollen Erklärungen und die Zeit, die du dir dafür genommen hast, um alles so anschaulich und gut verständlich für die Leser deiner Berichte darzustellen!

  2. Moin Sharewizard, kenne deine Ausführungen ja schon aus dem WDI Forum . Dafür ein dickes Lob.
    Deinen Ansatz finde ich sehr interessant , werde Deine Seite häufiger besuchen. Danke
    Gruß aus der Mitte , schrotti

  3. Mit welche FInviz Maske hast du nun deine beiden Aktie gefunden? Welche weiteren Masken verwendest du?